Berlin (ddp-bln). Die ehemaligen Spitzenkandidatin der Berliner Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG), Lucy Redler, will erneut in die Partei Die Linke eintreten. Redler teilte am Freitag mit, sie und vier weitere Mitglieder der Bundesleitung der Sozialistischen Alternative (SAV) hätten am Donnerstag einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Die Bundesschiedskommission der Linken hatte die Aufnahme Redlers Mitte Mai abgelehnt. Die Entscheidung galt auch für ihren Mitstreiter Sascha Stanicic, der ebenfalls erneut eintreten will. Diesen Artikel weiter lesen
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Redler begründete ihren Antrag damit, dass sie und die anderen SAV-Mitglieder einen Beitrag leisten wollten, die Linke zu einer «starken, kämpferischen und sozialistischen Partei» aufzubauen. Dies sei angesichts der kapitalistischen Krise und der Wahl der schwarz-gelben Bundesregierung «dringender denn je».
Redler zeigte sich optimistisch, dass der Mitgliedschaft in der Linken nichts mehr entgegen steht. Die Bundesschiedskommission hatte ihre Ablehnung damit begründet, dass die SAV bei den Kommunalwahlen in Rostock am 7. Juni konkurrierend zur Linkspartei antrat. An der Person Redlers, ihrer Haltung zur Entwicklung der Linkspartei oder ihrer Mitgliedschaft in der SAV störte sich die Kommission nicht.
Die 30-Jährige ist bekennende Sozialistin und war schärfste Kritikerin der Fusion von WASG und Linkspartei, die in Berlin auf Landesebene Ende Juni 2007 vollzogen wurde. Die WASG trat bei der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2006 gegen den Willen ihres Bundesvorstands in Konkurrenz zur Linkspartei an. Der Streit eskalierte damals so weit, dass der Bundesvorstand die Landesspitze vor der Wahl absetzen ließ. Das Berliner Landgericht hob die Entscheidung jedoch wieder auf.
(ddp)




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