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Verbraucherzentrale rät Quelle-Kunden zu Widerspruch gegen Verkauf ihrer Daten

Halle (ddp-lsa). Nach dem Aus für Quelle können sich Kunden gegen die Weitergabe ihrer Daten wehren. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt teilte am Freitag in Halle mit, es sei zu befürchten, dass beim Quelle-Ausverkauf Millionen an Kundendaten zu Geld gemacht würden. Es beruhige keinesfalls, wenn der Insolvenzverwalter versichere, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten würden, sagte eine Verbraucherschützerin. Diesen Artikel weiter lesen

Das umstrittene sogenannte Listenprivileg - eine Sonderregelung in den deutschen Datenschutzgesetzen - ermögliche die Weitergabe von Kundendaten zu Werbezwecken. Unter dieses Listenprivileg fielen Daten wie Name, Anschrift, Geburtsjahr und maximal ein weiteres Kaufmerkmal. Andere Daten wie Bankverbindung oder Angaben zur Zahlungsmoral dürften nicht weitergegeben werden.

Eine Datenweitergabe nach dem Listenprivileg sei ohne Zustimmung des betroffenen Verbrauchers möglich, sofern dieser der Weitergabe nicht widersprochen habe, hieß es. Die Verbraucherzentrale riet den Quellekunden, schnell aktiv zu werden und der Weitergabe ihrer Daten zu Werbezwecken zu widersprechen. Ein entsprechender Musterbrief sei in allen Beratungsstellen oder auf der Internetseite vzsa.de als Download erhältlich.

(ddp)

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