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Sparkassen: An der Saar gibt es keine Kreditklemme

Saarbrücken (ddp-rps). Die Sparkassen-Finanzgruppe im Saarland blickt optimistisch in die Zukunft. Die regionalen Sparkassen hätten sich in der Finanzkrise als sicherer Hort für Einleger und verlässlicher Kreditgeber für Private, Unternehmen und Selbstständige erwiesen, sagte der Präsident des Sparkassenverbandes Saar, Franz Josef Schumann, am Freitag in Saarbrücken. Eine Kreditklemme gebe es nicht. Wer im Saarland einen Kredit benötige, der bekomme ihn auch, betonte der Präsident. So seien allein in den vergangenen neun Monaten Kredite in einer Größenordnung von 490 Millionen Euro zugesagt worden. Diesen Artikel weiter lesen

Das Kreditgeschäft könne zudem jederzeit ausgeweitet werden, bestätigte der Landesobmann der Sparkassen, Hans-Werner Sander. Die Eigenkapitalausstattung der Sparkassen sei mit mehr als zehn Prozent Garant dafür, dass der öffentliche Auftrag einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen auch weiterhin erfüllt werden könne.

Das Geschäftsvolumen der Sparkassen-Finanzgruppe Saar, zu der sieben Sparkassen, die Landesbank Saar (SaarLB), die Saarland Versicherungen und die LBS Landesbausparkasse Saar gehören, sank im Vergleich zum September 2008 um rund 2,1 Milliarden auf 38,3 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür war die Restrukturierung der SaarLB bezogen auf Kapitalmarktanlagen. Die Bilanzsumme der Sparkassen verringerte sich in diesem Zeitraum um 0,4 Prozent und wurde zum 30. September mit 15,5 Milliarden Euro beziffert.

Die SaarLB sieht sich nach der Stärkung ihrer Kapitalbasis auf dem Weg zurück zur klassischen Hausbank. Mit dem Geschäftsmodell als deutsch-französische Mittelstandsbank sei man auf dem richtigen Weg, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Christian Buchbinder. Demnach konnte die Bank im Laufe des Jahres erfolgreich stille Einlagen in einer Höhe von rund 200 Millionen Euro ersetzen beziehungsweise erhöhen. Mit einer Gesamtkapitalquote von knapp zwölf Prozent sei man für die Zukunft gut aufgestellt, sagte Buchbinder.

Die Saarland-Versicherungen, die 240 000 Kunden zählen, und die LBS, die im laufenden Jahr bereits neue Verträge in Höhe von 260 Millionen Euro abgeschlossen hat, werten ihre Zukunftsaussichten ähnlich positiv. Beide Gruppierungen haben ihren Vorständen zufolge die Finanzmarktkrise bislang gut verkraftet. Sie gehen davon aus, dass sie ihre Stellung am Markt weiter festigen.

(ddp)

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