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Angeklagter in Erfurter Missbrauchsprozess freigesprochen

Erfurt (ddp-lth). Im Prozess um sexuellen Missbrauch an einer Erfurter Grundschule hat das Landgericht Erfurt den Angeklagten am Donnerstag freigesprochen. Dem 41 Jahre alten Mann war sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen in elf Fällen vorgeworfen worden. Mit seinem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine dreijährige Haftstrafe plädiert. Diesen Artikel weiter lesen

Laut Anklage soll der Mann zwischen 2006 und 2007 fünf Mädchen im Alter von heute neun und zehn Jahren auf seinen Schoß gesetzt und ihnen unter die Kleidung gefasst haben. Darüber hinaus war ihm vorgeworfen worden, auf einer Klassenfahrt die Mädchen in sein Bett geholt und sie sexuell belästigt zu haben.

In dem andauernden Prozess hatte der seit Mai suspendierte 41-jährige Grundschullehrer die Vorwürfe zurückgewiesen. Zudem hatten Gutachter die Glaubwürdigkeit der Kinderaussagen angezweifelt.

Dem Gericht zufolge sprach zwar vieles für eine Verurteilung. Es konnte dem Angeklagten die ihm vorgeworfenen Taten jedoch nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit nachweisen. So habe die Kammer die Ausführungen des Gutachters nicht widerlegen können, nach denen es sei nicht auszuschließen sei, dass die Erstaussagen der Kinder fremdbeeinflusst waren.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(ddp)

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