Berlin (ddp). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) droht der neuen schwarz-gelben Regierung mit Protestaktionen. «Wir kündigen massivste Konflikte an, wenn die Bundesregierung an ihrem agrogentechnikfreundlichen Kurs festhält», sagte am Donnerstag BUND-Vorsitzender Hubert Weiger in Berlin. Die Gentechnik komme nur den Gewinnen einiger Konzerne zugute. «80 Prozent der deutschen Bevölkerung sind der Meinung, dass wir keine gentechnisch manipulierte Nahrung brauchen», sagte er. Der BUND werde daher alles daran setzen, eine klammheimliche Durchsetzung zu verhindern. Diesen Artikel weiter lesen
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Auch beim Thema Laufzeiten der Atomkraftwerke richte sich der BUND auf harte Auseinandersetzungen ein. Eine Verlängerung der Laufzeiten bringe den Klimaschutz nicht voran. Sie «verstopfe die Netze», sagte Weiger. Der Ausbau der erneuerbaren Energien werde blockiert. Frühestens im kommenden Jahr will die Bundesregierung über eine Laufzeitverlängerung entscheiden.
Die diskutierte Einführung einer Pkw-Maut würde der BUND hingegen befürworten. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Einnahmen nicht in den Bau neuer Autobahnen fließen. Vielmehr müssten vorhandene Straßen saniert werden. «40 Prozent der Fahrbahnoberflächen der 53 000 Kilometer Bundesstraßen sind als schlecht beziehungsweise sehr schlecht eingestuft», sagte Weiger. Zudem gelte es das Schienennetz auszubauen und die Verbindungen intelligenter zu verknüpfen.
(ddp)




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