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ProSiebenSat.1 verzeichnet Verluste im dritten Quartal

Unterföhring (ddp.djn). Die Krise am Werbemarkt und die Schuldenlast haben den Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Media im dritten Quartal erneut einen Verlust beschert. Wie der MDAX-Konzern am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte, fiel der Fehlbetrag beim Nachsteuerergebnis mit 12,7 Millionen Euro noch deutlicher aus als im Vorjahreszeitraum, als ein Minus von 10,7 Millionen Euro angefallen war. Das zweite Quartal hatte die Senderkette (ProSieben, Sat.1, Kabel 1, N 24, Neun Live) noch mit einem Überschuss abgeschlossen. Diesen Artikel weiter lesen

Der Umsatz schrumpfte den Angaben zufolge von Juli bis September gegenüber dem Vergleichszeitraum um 13,5 Prozent auf 559,4 Millionen Euro. Bereinigt um den Verkauf der nordeuropäischen Bezahlsender-Sparte CMore ging der Umsatz um 7,9 Prozent zurück.

Mit den Drittquartalszahlen konnte ProSiebenSat.1 die Erwartung der Analysten dennoch weitgehend erfüllen. Sie hatten mit einem Umsatz von 560,0 Millionen Euro und einem Verlust nach Steuern von 12,0 Millionen Euro gerechnet.

Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr blieb ProSiebenSat.1 schuldig. «Unsere Planung bleibt konservativ, eine angemessene Investitionspolitik und konsequente Kostenkontrolle haben auch künftig Priorität», sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling lediglich.

Auf ProSiebenSat.1, mehrheitlich im Besitz der Investmentgesellschaften Permira und KKR, lasten weiterhin hohe Schulden, die im dritten Quartal gewachsen sind. Zum Ende der Periode belief sich die Nettofinanzverschuldung auf 3,53 Milliarden Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Damit haben sich die Nettofinanzschulden im abgelaufenen Quartal um 107,0 Millionen Euro erhöht.

(ddp)

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