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Oliver Shanti wollte sich umbringen

München (ddp-bay). Der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagte Esoterik-Musiker Ulrich S. alias Oliver Shanti hat in seiner Gefängniszelle einen Selbstmordversuch unternommen. Shanti habe offenbar über längere Zeit Tabletten gesammelt und diese in der vergangenen Woche vor dem Schlafengehen alle auf einmal geschluckt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Mittwoch auf ddp-Anfrage und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Diesen Artikel weiter lesen

Am nächsten Morgen sei er in seiner Zelle gefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte die Sprecherin weiter. Um welche Art von Tabletten es sich gehandelt hatte, wollte sie nicht sagen. «Aber es ist ja bekannt, dass er krank ist.» Am Mittwoch konnte der Prozess gegen ihn bereits wieder fortgesetzt werden. Shanti sei allerdings nur eingeschränkt verhandlungsfähig, so dass vorerst nicht länger als sechs Stunden je Prozesstag verhandelt werde.

Shanti hatte am ersten Verhandlungstag Ende August eingeräumt, mit drei Jungen sexuelle Kontakte gehabt zu haben. Allerdings seien die Jungen damals schon zwischen 15 und 17 Jahre alt gewesen. Shanti stritt in einer Erklärung, die sein Verteidiger verlas, alle weiteren Vorwürfe ab. Er sieht sich als Opfer eines Komplotts. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, sechs Kinder in mehr als 300 Fällen sexuell missbraucht zu haben.

(ddp)

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