Ulm (ddp-bwb). Im Prozess um den Vierfachmord von Eislingen hat einer der beiden Angeklagten am Mittwoch ein Geständnis abgelegt. Wie ein Sprecher des Landgerichts Ulm am Mittwoch mitteilte, gestand Frederick B., auf Bitten von Andreas H. 31 Schüsse auf dessen Familienmitglieder abgegeben zu haben. Diesen Artikel weiter lesen
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Frederik B. steht seit Mitte Oktober gemeinsam mit seinem mutmaßlichen Komplizen Andreas H. wegen des vierfachen Mordes an dessen Familie vor dem Landgericht Ulm. Als Motiv gilt Habgier. Die Mutter von Andreas H. hatte laut Staatsanwaltschaft in der Schweiz 256 000 Euro angelegt, über die die beiden Angeklagten alleine verfügen wollten. Andreas H. hat bislang offiziell zu den Vorwürfen geschwiegen. Frederik B. hat die Tat bei den Ermittlern bereits eingeräumt.
Die beiden 19 Jahre alten Angeklagten sollen am 9. April 2009 im Haus der Familie zunächst die beiden Schwestern von Andreas H. im Alter von 22 und 24 Jahren getötet haben, die gerade fernsahen. Anschließend gingen sie laut Anklage in ein Lokal, in dem die Eltern von Andreas H. zu Gast waren, und setzten sich eine Weile zu ihnen an den Tisch. Sie verließen die Gaststätte vor den Eltern, warteten im Haus der Familie auf den 57 Jahre alten Vater und die 55 Jahre alte Mutter und erschossen diese, als sie nach Hause kamen.
Am nächsten Tag gaben Andreas H. und Frederik B. vor, die Leichen entdeckt zu haben. Die Waffen sollen die beiden Angeklagten zusammen mit 17 weiteren Schusswaffen ein halbes Jahr zuvor in einem Schützenheim gestohlen haben.
Der Prozess wird am kommenden Mittwoch fortgesetzt. Dann soll zunächst Frederick B. weiter vernommen werden; danach soll auch Andreas H. Gelegenheit haben, Angaben zu machen. Wie schon in der jüngsten Verhandlung werden Medienvertreter voraussichtlich von der Verhandlung ausgeschlossen bleiben.
(ddp)




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