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Zahlreiche Regierungschefs kommen zum Berliner Mauerfalljubiläum

Berlin (ddp-bln). Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November werden in Berlin zahlreiche hochrangige Politiker erwartet. Nahezu alle EU-Staatschefs hätten sich angekündigt, sagte Senatssprecher Richard Meng am Mittwoch in Berlin. Diesen Artikel weiter lesen

Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Englands Premierminister Gordon Brown würden zudem der russische Präsident Dimitri Medwedew, US-Außenministerin Hillary Clinton und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu den Feierlichkeiten am Brandenburger Tor erwartet.

Die Berliner Polizei bereitet sich nach Angaben eines Sprechers intensiv auf die Vielzahl hochrangiger Staatsgäste an den Jubiläumstagen in der deutschen Hauptstadt vor. Unterstützung werden die Beamten von Polizisten aus anderen Bundesländern erhalten, erläuterte der Sprecher. Genaue Angaben zur Zahl der Einsatzkräfte konnte er noch nicht machen. «Allein verkehrstechnisch wird ein riesiger Aufwand entstehen», sagte er. In der Innenstadt müsse mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet werden. Die Polizei empfiehlt allen Berlinern und Touristen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Das «Fest der Freiheit» am Montag ist der Höhepunkt des Berliner Themenjahres «20 Jahre Mauerfall». Mit einer Installation aus rund 1000 überdimensionalen, bemalten Dominosteinen entlang der ehemaligen Berliner Mauer soll ab Samstag an die Teilung der Stadt erinnert werden. Am Abend des 9. November werden sie symbolisch zu Fall gebracht.

Den ersten Stein am Reichstag stößt der Friedensnobelpreisträger und frühere polnische Präsident Lech Walesa an. Am Potsdamer Platz werden Barroso und der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, zusammen mit Schülern von der anderen Seite den Fall der Dominosteine einleiten. Entlang der Installation werden mehrere Videowände aufgestellt. Beendet wird das Jubiläumsfest mit einem Feuerwerk auf der Westseite des Brandenburger Tores.

Am Nachmittag des 9. November wird Merkel zusammen mit den Friedensnobelpreisträgern Michail Gorbatschow und Walesa sowie rund 200 Bürgerrechtlern und Zeitzeugen von Ost nach West über die Böse-Brücke an der Bornholmer Straße laufen. Dort war am Abend des 9. November 1989 der erste Grenzübergang an der innerdeutschen Grenze geöffnet worden.

In der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße wird zum Jahrestag ein Original-Grenzwachturm errichtet. Ein solcher habe sich zu Zeiten der Teilung Berlins an dem authentischen Ort an der Ackerstraße befunden, sagte ein Sprecher der Gedenkstätte.

Am Montag wird in der Gedenkstätte in Anwesenheit von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auch das Besucherzentrum der Gedenkstätte eröffnet. Das für rund 2,5 Millionen Euro neu errichtete Gebäude soll künftig erste Anlaufstätte für Besucher sein. In ihm werden Informationen zur Geschichte und dem zeitgeschichtlichen Kontext der Berliner Mauer vermittelt. Für den Abend ist auf dem ehemaligen Grenzstreifen in der Bernauer Straße eine Menschenkette geplant.

(ddp)

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