Halle (ddp-lsa). Der evangelische Theologe und DDR-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer hat mit Blick auf die Ost-Berliner Großdemonstration vor 20 Jahren zu mehr bürgerschaftlichem Engagement aufgerufen. «Von damals ist zu wenig Mitmachwille zur Gestaltung des Gemeinwesens übriggeblieben, unabhängig vom Gedanken an das persönliche Glück,» sagte Schorlemmer am Mittwoch im Nachrichtenradio MDR info in Halle. Man könne froh sein, in einem vereinten und demokratischen Land zu leben. «Wir dürfen nicht darüber hinwegsehen, wie viele Leute sich als Verlierer empfinden und wieder für Parolen anfällig werden». Diesen Artikel weiter lesen
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Schorlemmer betonte, diese »Oktoberrevolution« sei nur gelungen, weil sie von beiden Seiten friedlich geblieben sei. »Das war mit das Wichtigste.« Er erinnerte an eine Passage seiner Rede am 4. November 1989, als er Martin Luther mit den Worten zitiert habe: »Lasset die Geister aufeinanderplatzen, aber die Fäuste haltet stille."
(ddp)




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