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NABU will Laubfrösche vor dem Aussterben bewahren

Wetzlar (ddp-hes). Der Naturschutzbund (NABU) Hessen will den Laubfrosch vor dem Aussterben bewahren. «Die Lebensräume der Amphibien sind in den vergangenen Jahren immer mehr verschwunden, die Bestände damit drastisch zurückgegangen», sagte NABU-Sprecher Berthold Langenhorst in Wetzlar im ddp-Interview. Die Zahl der Laubfrösche in Hessen habe sich in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent reduziert. Diesen Artikel weiter lesen

Der Schwund des Laubfroschs stehe dabei für das Aussterben der meisten Froscharten in Hessen, sagte Langenhorst. «Moorfrösche, Gelbbauchfrösche oder Springfrosch sind schon fast gar nicht mehr zu finden.» Nicht ganz so dramatisch gestalte sich der Rückgang der Amphibien im Westerwald oder im Vogelsberg, da Feuchtgebiete dort weniger für landwirtschaftliche Zwecke genutzt würden.

Stark beeinträchtigt seien die Frosch-Populationen hingegen im Taunus oder im Rhein-Main-Gebiet. «Neue Autobahnen oder Wohngebiete zerstören die Laichplätze der Tiere», beklagte der NABU-Sprecher. Die Frösche fänden keinen Ort mehr, um ihre Eier abzulegen. Das UN-Artenschutzabkommen, wonach das Aussterben bedrohter Tierarten bis Ende 2010 gestoppt werden soll, könne niemals eingehalten werden.

Unter dem Motto «Ein König sucht sein Reich» arbeite der NABU bereits seit mehreren Jahren an regionalen und lokalen Laubfrosch-Schutzprojekten, fügte Langenhorst hinzu. 2010 solle das Projekt ausgeweitet werden: «Wir wollen den Lebensraum der Tiere erhalten, verbessern und weiterentwickeln.»

(ddp)

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