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Bereits drei Schweinegrippe-Todesfälle in Baden-Württemberg

Stuttgart (ddp-bwb). Baden-Württemberg verzeichnet inzwischen drei Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. Das Universitätsklinikum Heidelberg teilte mit, dass bereits am Sonntag ein Mann verstorben sei, der sich mit dem Erreger der sogenannten Schweinegrippe (H1N1) infiziert hatte. Laut dem baden-württembergischen Sozialministerium stammt der 29-Jährige aus Rheinland-Pfalz. Am Klinikum Stuttgart starb am Mittwoch eine 52-Jährige, die an Schweinegrippe erkrankt war. Damit sind inzwischen bundesweit acht Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe bekannt. Diesen Artikel weiter lesen

Der in Heidelberg verstorbene Rheinland-Pfälzer litt laut Universitätsklinikum seit Jahren «unter schwersten Erkrankungen der Niere und Leber» und war auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Er wurde am 22. Oktober eingeliefert und seither intensivmedizinisch behandelt. Eine Angabe, inwieweit ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Infektion und dem Tod des Mannes besteht, war noch nicht möglich.

Die Stuttgarter Patientin, die ebenfalls eine chronische Vorerkrankung hatte, war am 30. Oktober nach Herz-Kreislauf-Wiederbelebung in die Klinik eingeliefert worden. Sie wurde seither intensivmedizinisch behandelt. Aussagen zum ursächlichen Zusammenhang des Schweinegrippe-Erregers mit dem Eintritt des Todes waren auch bei ihr noch nicht möglich. Zu den weiteren Umständen der Krankengeschichte konnte das Klinikum zunächst keine näheren Angaben machen.

Vor rund zwei Wochen war in Mannheim ein Patient gestorben, der sich mit der Schweinegrippe infiziert hatte. Der 65-Jährige hatte an mehreren chronischen Vorerkrankungen gelitten.

In Baden-Württemberg wurden nach Angaben des Sozialministeriums bis Stand Dienstag 4656 Fälle der Schweinegrippe bestätigt. Das Ministerium warnte davor, die Schweinegrippe zu verharmlosen, auch wenn sie «bisher in den meisten Fällen einen moderaten Verlauf» genommen habe. Die Impfaktion laufe. Zunächst sollten chronisch Kranke und Beschäftigte im Gesundheitswesen immunisiert werden.

Baden-Württemberg habe bisher rund 316 000 Dosen Impfstoff erhalten. Das sei «deutlich weniger» als geplant. Daher könne es sein, dass manche Apotheken und Ärzte nicht sofort die bestellte Menge Impfstoff erhalten. Insgesamt soll das Land 6,35 Millionen Dosen bekommen.

(ddp)

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