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Merkels Gedenktafel für jüdische Synagoge in Stralsund gestohlen

Stralsund (ddp). Unbekannte haben in Stralsund eine Gedenktafel für die vor 71 Jahren von den Nationalsozialisten in Brand gesteckte Synagoge gestohlen. Das Messingschild war erst im April von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestiftet und zusammen mit Landesrabbiner William Wolff im Hof der früheren Synagoge eingeweiht worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers stießen die Ermittler im Internet inzwischen auf der Seite einer rechtsextremen Organisation auf ein Foto von der Tafel. Es wurde Strafanzeige erstattet. Diesen Artikel weiter lesen

Die jüdische Gemeinde Stralsund hatte 1787 ihre Synagoge im Hof der Langenstraße 69 eingeweiht. Nach Umbauten wurde das Bethaus 1913 wieder eingeweiht. In der Pogromnacht am 9. November 1938 steckten Nationalsozialisten das Gebäude in Brand. Kanzlerin Merkel, die in Stralsund ihr Wahlkreisbüro als Bundestagsabgeordnete hat, finanzierte im Frühjahr die Gedenktafel privat. Nach Angaben der Stralsunder Stadtvertreterin Ute Nitz (CDU) bemühten sich Mitglieder der Bürgerschaft um eine neue Gedenktafel, die möglichst schon am Montag zum Gedenken an die Pogrome eingeweiht werden soll.

(ddp)

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