Berlin (ddp). Wissenschaftler beklagen die zunehmende Zerstörung von Gentechnik-Versuchsfeldern. Anbauflächen seien in den vergangenen Jahren deutlich häufiger zerstört worden, sagte Bernd Müller-Röber, Professor an der Universität Potsdam und Mitglied der Interdisziplinären Arbeitsgruppen der Berlin-Brandenburgischen Akademie, am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung ihres Zweiten Gentechnologieberichts. «Es ist dramatischer denn je, gerade die Zerstörung, die wir in diesem Jahr hatten», sagte Müller-Röber. Der Mangel an Freilandversuchen hemme die Forschung. Diesen Artikel weiter lesen
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Trotzdem sieht der Wissenschaftler Deutschland gut aufgestellt. Bei der grünen Gentechnik nehme die Bundesrepublik derzeit in der Welt eine Spitzenposition ein. «Die Forschung in Deutschland ist gut bis sehr gut und hat im Bereich pflanzliche Gentechnik Modellcharakter. Sie wird auch im Ausland sehr wohl wahrgenommen», sagte Müller-Röber.
In der grünen Gentechnologie sieht er wegen des Klimawandels ein großes Potenzial. «Leichte Temperaturveränderungen führen dazu, dass die Krankheitserreger sich in ihren Populationen verändern und so neuen Druck auf die Pflanzen ausüben.» Durch Züchtung und Gentechnik lasse sich entgegenwirken.
Dafür sei aber weitere politische Unterstützung nötig. Dass die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag die moderne Gentechnologie im Bereich der Pflanzenforschung voranbringen will, begrüßt Müller-Röber. Er hoffe, dass es nicht nur bei der Stellungnahme im Koalitionsvertrag bleibe, sondern dass in den nächsten Jahren auch Taten folgen.
(ddp)




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