Berlin (ddp). Vertreter der Filmbranche und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) fordern anlässlich einer aktuellen Studie zu Film-Raubkopien eine Sperrung illegaler Download-Portale. «Es macht wenig Sinn, jeden einzelnen Nutzer zu verfolgen und zu bestrafen», sagte Filmproduzent Max Wiedemann am Dienstag in Berlin. Vielmehr müssten die Provider, die sich bislang damit verteidigten, nur die Technik bereitzustellen und für die Inhalte nicht verantwortlich zu sein, gesetzlich dazu verpflichtet werden, eine Seite zu sperren, falls diese illegale Downloads zur Verfügung stelle. Diesen Artikel weiter lesen
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Hendrik Schulze von der Firma Ipoque, die Techniken zur "Kontrolle unerwünschter Anwendungen im Netz» entwickelt, sagte, ein solches Vorhaben sei «gesellschaftlich nicht durchsetzbar», weil es einer Zensur zu nahe komme.
Nach Ansicht von GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy könnte die Zahl der illegalen Downloads auch dadurch reduziert werden, wenn die Provider verpflichtet würden, die Nutzer per Mail darauf hinzuweisen, dass sie gerade etwas Illegales tun.
Laut einer aktuellen Studie der Firma OpSec Security, die sich dem Markenschutz verschrieben hat, waren 40 Prozent der Kinofilme, die zwischen Anfang Oktober 2008 und Ende September 2009 in den deutschen Kinos anliefen, online verfügbar. Das seien zwar prozentual weniger als 2007, die absolute Zahl habe sich aber kaum geändert. Zudem seien die Filme immer früher im Netz verfügbar: Tauchten die Filme im zweiten Quartal 2009 noch im Schnitt 0,98 Tage vor dem Kinostart auf, waren es im dritten Quartal 2,25 Tage vorher.
(ddp)




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