Hannover/Magdeburg (ddp-lsa). Trotz der angespannten Wirtschaftslage will die IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in die Tarifrunde 2010 mit der Forderung nach «moderaten» Lohnerhöhungen gehen. Für konkrete Zahlen sei es zwar noch «viel zu früh», sagte der Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine, am Dienstag in Hannover. Eine Nullrunde für die Beschäftigen in der Metallbranche werde man jedoch nicht akzeptieren. Diesen Artikel weiter lesen
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Damit deutet sich möglicherweise ein Konflikt innerhalb der größten deutschen Einzelgewerkschaft bezüglich der Verhandlungsstrategie für die Tarifrunden im kommenden Jahr an. IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Gewerkschaft bundesweit wohl keine großen Entgeltforderungen stellen werde. Die Luft für Tariferhöhungen sei dünn. Der derzeit geltende Tarifvertrag für die in der Metallbranche Beschäftigten endet im April 2010.
Meine sagte, Lohnerhöhungen für die Beschäftigten seien wichtig, um die Binnennachfrage anzukurbeln. «Die Leute brauchen mehr Geld in der Tasche», betonte er. Dies beuge auch einer drohenden Deflation vor.
Der Gewerkschaftschef präsentiert ein Modell für die anstehenden Tarifverhandlungen, das am Mittwoch in Hannover bei der alljährlichen Tarifkonferenz des IG-Metall-Bezirks 180 Betriebsräten und Vertrauensleuten als Diskussionsgrundlage vorgestellt werden soll.
Danach soll es für die Beschäftigten neben der Tariferhöhung ferner eine Einmalzahlung geben, sofern sie in Betrieben mit guter Auftragslage arbeiten. In Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen soll der Entgeltbetrag dagegen für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung verwendet werden, etwa für die Aufstockung von Kurzarbeitergeld oder die Erhöhung der Altersteilzeitquote.
Der IG Metall Bezirk für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vertritt die Interessen von knapp 90 000 Beschäftigten, davon 80 000 in Niedersachsen und etwa 10 000 in Sachsen-Anhalt.
(ddp)




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