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Gewerkschaft fordert Aus für rechtes Museum in Wolfsburg

Wolfsburg (ddp). Nach dem Tod des Hamburger NPD-Funktionärs Jürgen Rieger fordert die IG Metall in Wolfsburg das Aus für ein rechtsextremistisches Museums-Projekt in der Stadt. Die Besitzer des Möbelhauses, in dem Rieger und andere Neonazis ein «KdF-Museum» einrichten wollten, sollten ihre Kooperation mit der rechten Szene endlich einstellen, sagte am Dienstag der Wolfsburger IG-Metall-Chef Frank Patta. Diesen Artikel weiter lesen

KdF steht für «Kraft durch Freude», die Freizeit-Organisation der Nationalsozialisten. Rieger hatte nach eigenen Angaben bereits eine rund 800 Quadratmeter große Etage in dem Möbelhaus gemietet. Dort wollten die Neonazis Wehrmachtsfahrzeuge aus der Produktion des Volkswagen-Werkes ausstellen und Filme zeigen.

«Der Tod Riegers ist eine gute Gelegenheit, das unwürdige Treiben um das KdF-Museum endlich zu beenden und die Neonazis vor die Tür zu setzen», sagte Patta. Der entschiedene Widerspruch der Wolfsburger Bevölkerung habe gezeigt, wie isoliert die Inhaberfamilie des Möbelhauses sei. «Wenn es überhaupt noch einen Zeitpunkt zur Umkehr gibt, dann jetzt. Niemand hier will ein ´braunes´ Haus», sagte Patta weiter.

Auf Initiative der IG Metall hatte in Wolfsburg ein breites Bündnis, das von Volkswagen über den Fußballverein VfL Wolfsburg bis zu den Kirchen reichte, gegen die Museumspläne protestiert. Höhepunkt war eine Demonstration Ende September, an der sich mehrere Tausend Menschen beteiligten. Rieger, der die NPD und andere rechtsextremistische Gruppierungen mit viel Geld unterstützt hatte, war am 29. Oktober nach einem Schlaganfall gestorben.

(ddp)

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