München (ddp-bay). Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) warnt vor einer Überregulierung als Reaktion auf die globale Finanzkrise. «Wir brauchen schärfere Regulierungen, aber zielgerichtet und mit Augenmaß», sagte Zeil am Dienstag beim 3. Bayerischen Finanzgipfel in München. Innovationen bei Finanzprodukten dürften «nicht ausgebremst werden», mahnte der FDP-Politiker. Diesen Artikel weiter lesen
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Er schlug vor, das Geschäftsmodell der jeweiligen Finanzunternehmen zum zentralen Kriterium für den Umfang der Aufsicht zu machen. «Die Vielzahl der kleinen und mittleren Institute in Deutschland ist in ihren angestammten Regionen tätig und sichert die Kreditversorgung der mittelständischen Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Es kann nicht sein, dass diese Institute den Preis zahlen für das Fehlverhalten einzelner ´global player´», warnte Zeil. «Pauschale Verschärfungen im Aufsichtsrecht lehne ich daher ab.»
Bei der internationalen Neuregulierung der Finanzwirtschaft stehe man «vor wahren Herkulesaufgaben». Es gebe zwar eine große Bereitschaft zu umfassender Aufsicht. Ziel müsse es nun aber sein, «intelligentere Regulierung zu installieren und zwar schnell», sagte Zeil. Besonders wichtig sei dabei der Abbau des bisherigen Zuständigkeitswirrwarrs.
(ddp)




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