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Studie: Deutsche besinnen sich in der Krise auf Solidarität

Berlin (ddp). In Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise wünschen sich die Deutschen einer Studie zufolge einen stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt. 85 Prozent seien der Auffassung, dass die Krise insbesondere die Solidarität zwischen Jung und Alt wieder stärker in das Blickfeld bringen sollte, wie die Bertelsmann Stiftung am Dienstag in Gütersloh unter Berufung auf eine Umfrage unter 1003 Deutschen mitteilte. 83 Prozent der Befragten sprachen sich zudem dafür aus, dass der Ausgleich zwischen Arm und Reich mehr gefördert werden solle. Diesen Artikel weiter lesen

Obwohl sich 57 Prozent eine bessere Integration ausländischer Mitbürger wünscht, glauben 53 Prozent nicht daran, dass sich durch die Krise der Zusammenhalt der Gesellschaft stärken werde.

Insgesamt besinnen sich die Deutschen der Studie zufolge in der Krise mehr auf den Wert von Familie und Freunden. Für jeden vierten Bundesbürger ist die Rolle der Familie, der Kinder oder die Beziehung zu den Eltern wichtiger geworden, für 20 Prozent sind stabile persönliche Beziehungen und Freundschaften entscheidender als noch vor der Krise. 15 Prozent gaben an, dass die eigene Ehe oder Partnerschaft an Stellenwert gewonnen habe.

Gleichzeitig hat aber laut der Umfrage auch die Frage der materiellen Sicherheit an Bedeutung gewonnen. So habe mehr als ein Drittel der befragten Bundesbürger (35 Prozent) angegeben, dass für sie durch die Krise die Fragen von Einkommen, Sicherheit und Wohlstand wichtiger geworden seien. Insbesondere gelte dies für die Gruppe der Jüngeren unter 40 Jahre, die Einkommensschwachen sowie größere Familien.

Die Umfrage wurde Ende Oktober von Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt.

(ddp)

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