Berlin (ddp). Die Abwrackprämie hat auch im Oktober für ein deutliches Plus bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gesorgt. Ihre Zahl stieg auf Jahressicht um 24 Prozent auf rund 321 000, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilten. Damit wurden seit Jahresbeginn bereits mehr als 3,3 Millionen Autos auf dem deutschen Markt verkauft. Das waren 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Diesen Artikel weiter lesen
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2008 wurden in Deutschland knapp 3,1 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Für das laufende Jahr rechnet der VDIK mit rund 3,7 Millionen Autoverkäufen, der VDA erwartet mehr als 3,5 Millionen Neuzulassungen.
Dabei profitieren vor allem die Kleinwagenhersteller noch immer von vollen Auftragsbüchern aus den Zeiten der Umweltprämie. Die damals bestellten Neuwagen werden oft erst viele Wochen später ausgeliefert und damit neu zugelassen. «Die noch vorhandenen Auftragsbestände werden abgebaut und die jetzt zur Auslieferung kommenden Fahrzeuge führen damit weiterhin zu kräftigen Zuwächsen der Zulassungen im Oktober», erklärte VDIK-Präsident Volker Lange.
Nachdem der Topf Anfang September endgültig leer war, kamen wieder deutlich weniger Kunden in die Autohäuser. Im Oktober hätten die Hersteller von deutschen Kunden ein Fünftel weniger Neubestellungen erhalten, erklärte der VDA. Allerdings hätten in den Auftragsbüchern der heimischen Autobauer Ende Oktober mit 394 300 Neuwagen noch 16 Prozent mehr gestanden als im Vorjahresmonat.
Aufgrund der nachlassenden Nachfrage im Inland nach dem Auslaufen der Abwrackprämie setzen die deutschen Hersteller vor allem auf den Export. Bereits im Oktober haben die Bestellungen aus dem Ausland laut VDA um 18 Prozent zugelegt. «Auf wichtigen Exportmärkten ist zunehmend eine Trendwende zu erkennen», sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Davon profitierten insbesondere die deutschen Marken.
Wie das KBA mitteilte, waren im Oktober 62 Prozent aller Neuzulassungen Minis, Klein- oder Kompaktwagen. Auch Mini-Vans hätten reichlich Zuspruch gefunden. Insgesamt hätten die deutschen Hersteller Opel (+57,6 Prozent), Ford (+33,2 Prozent) und VW (+30,4 Prozent) erneut kräftig zugelegt. Bei den ausländischen Marken hätten Nissan (+179,6 Prozent), Skoda (+141,5 Prozent) und Suzuki (+91,2 Prozent) im Oktober die größten Zugewinne im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielt.
Durch die Zunahme an kleineren Fahrzeugen sank laut KBA auch die CO2-Emission deutlich. 13,3 Prozent der Neuzulassungen hätten sich im Oktober unterhalb der Grenze von 120 Gramm pro Kilometer bewegt. 42,1 Prozent hätten die EURO-5-Norm erfüllt. Der Dieselanteil habe bei 31,7 Prozent gelegen. Nach Angaben der Behörde wurden knapp 62 Prozent der neuen Pkw von privaten Haltern zugelassen.
(ddp)



