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Europäischer «SMOS»-Satellit zu Wasser-Mission gestartet

Berlin/Plessezk (ddp). Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat in der Nacht zum Montag eine bisher einmalige Wasser-Mission auf den Weg gebracht. Der Satellit «SMOS» (Soil Moisture and Ocean Salinity) zur Messung der Bodenfeuchtigkeit der Landflächen und des Salzgehalts der Ozeane wurde um 2.50 Uhr deutscher Zeit mit einer «Rockot»-Trägerrakete vom nordrussischen Militärkosmodrom Plessezk ins All geschossen, teilte die ESA mit. Der knapp 660 Kilogramm schwere Raumflugkörper soll die Erde drei Jahre lang auf einer sonnensynchronen Polarbahn in 758 Kilometern Höhe umkreisen und dabei Daten für die erste Karte des globalen Wasserkreislaufs sammeln. Diesen Artikel weiter lesen

Ziel der 315 Millionen Euro teuren Mission, bei der Frankreich und Spanien federführend sind, ist das bessere Verständnis des Erdsystems, wie der ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, Volker Liebig, der Nachrichtenagentur ddp vor dem Start sagte. Erwartet würden wichtige Informationen für die Hydrologie, die Ozeanografie, die Wetter- und Unwettervorhersage, die Landwirtschaft, das Wassermanagement und den Klimaschutz. Als Nebenaufgabe soll der Satellit außerdem schnee- und eisbedeckte Regionen beobachten und somit Daten über die sogenannte Kryosphäre liefern. Nach dem erfolgreichen Start des Schwerefeldsatelliten «GOCE» (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) im März 2009 ist «SMOS» die zweite Erdforschungsmission der ESA innerhalb ihres Programms «Lebender Planet». Es war 2002 nach dem Start des größten jemals gebauten Erdbeobachtungssatelliten «Envisat» aufgelegt worden, um mit Spitzentechnologien bei moderaten Kosten eine rasche Antwort auf wichtige wissenschaftliche Fragen zu finden.

(ddp)

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