Potsdam (ddp-lbg). Das Potsdamer Hans-Otto-Theater zeigt in seinem neuen Stück «Vom Widerstehen» sieben Biografien von ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern. Die Aufführung, die am Donnerstag Premiere feiert, sei kein Revolutionsstück, vielmehr gehe es um «Widerstand und das Widerstehen in der DDR», sagte Dramaturgin Lea Rosh am Montag in Potsdam. Die Texte stammen von Betroffenen, die das, was sie erlebt haben auf der Bühne präsentieren. Diesen Artikel weiter lesen
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«Es war uns wichtig, das zu thematisieren, was in Potsdam in den 1980er Jahren passiert ist», sagte Regisseur Clemens Bechtel. In der Hauptstadt Brandenburgs sei «viel mehr passiert» als das, was man gemeinhin wisse. Es sei zudem wichtig darzustellen, wie bereits die Kindheit von Politik geprägt sein und wie man mit seinem eigenen Handeln Einfluss auf die Politik nehmen könne. «Es geht nicht darum, die DDR zu stürzen oder aus den Angeln zu heben, sondern Menschenrechte einzufordern», fügte Wolfgang Templin, einer der Schauspieler, hinzu.
Das Dokumentar-Theaterstück, das anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls aufgeführt wird, ist bereits das zweite, in dem Laien-Darsteller ihre Erfahrungen mit dem DDR-Regime auf der Bühne präsentieren. In der vergangenen Saison wurde das Stück «Staats-Sicherheiten» gezeigt, in dem 15 ehemalige Häftlinge von Stasi-Gefängnissen in Potsdam und Berlin-Hohenschönhausen über ihre Festnahmen, Verhöre, Prozesse und Widerstandsstrategien berichteten.
Weitere Vorstellungen des Theaterstücks «Vom Widerstehen» sind am 7. und am 28. November im Hans-Otto-Theater zu sehen.
(ddp)




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