Frankfurt/Main (ddp). Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel bescheinigt seiner Partei ein ernstes Glaubwürdigkeitsproblem. Die SPD schaffe es nicht, die Wähler mit ihren Themen für sich zu gewinnen, sagte Schäfer-Gümbel der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. «Es gibt gesellschaftliche Mehrheiten für den Atomausstieg, für Mindestlöhne und für mehr soziale Gerechtigkeit. Gleichzeitig werden wir als Partei nicht gewählt, obwohl wir für diese Themen stehen. Das heißt: Wir überzeugen nicht», sagte er. Diesen Artikel weiter lesen
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In Hessen sieht Schäfer-Gümbel die Glaubwürdigkeit seiner Partei auch durch den Wortbruch der früheren SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti beschädigt - «mehr als uns lieb ist», betonte er. Die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti hatte 2008 versucht, eine von der Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu etablieren, obwohl sie einer Kooperation mit der Linken vor der Wahl eine Absage erteilt hatte. Das Vorhaben scheiterte schließlich am Widerstand aus den eigenen Reihen der SPD.
«Glaubwürdigkeit und Vertrauen müssen wir wieder zurückgewinnen», mahnte Schäfer-Gümbel. Das gelte für die SPD in Hessen wie für die SPD im Bund. Der SPD-Politiker sagte: «Da müssen wir ran, damit das nicht zu einer Demokratiekrise wird und noch mehr Bürger nicht zur Wahl gehen.»
(ddp)




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