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Tönnies-Sprecher weist im «Spiegel» erhobene Vorwürfe zurück

Hamburg/Bochum (ddp-nrw). Ein Sprecher des größten deutschen Fleischfabrikanten Clemens Tönnies weist einen «Spiegel»-Bericht zurück, wonach es neue Vorwürfe gegen das Unternehmen geben soll. Tönnies soll nach einem vorab verbreiteten Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins versucht haben, einen Zeugen zu beeinflussen. Tönnies habe einem ehemaligen Mitarbeiter nach dessen Angaben einen neuen Job angeboten, wenn er seine Aussage vor der Staatsanwaltschaft überdenke. Diesen Artikel weiter lesen

Der 45-Jährige sagte dem Magazinbericht zufolge gegenüber Bochumer Ermittlern aus, Tönnies habe mit ihm 1999 vertraulich Möglichkeiten besprochen, wie die Waage für die Schlachttiere elektronisch zugunsten der Firma beeinflusst werden könne. Außerdem habe er für ein Tönnies-Unternehmen ein Computerprogramm entwickelt, mit dem Abrechnungen frisiert werden konnten.

Tönnies bestreitet die Vorwürfe. «Es hat auch keine Zeugenbeeinflussung gegeben», teilte sein Anwalt Sven Thomas mit.

Die seit Jahren andauernden Ermittlungen gegen den Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück stehen kurz vor dem Abschluss. Die Staatsanwaltschaft Bochum plant laut «Spiegel», Tönnies und mehr als zehn Mitarbeiter in den kommenden Tagen wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs in über ein Dutzend Fällen anzuklagen. Der Sprecher von Tönnies dementierte dies. Dem Unternehmen lägen Informationen vor, wonach der weitaus größte Teil der Ermittlungen eingestellt werde. In Medienberichten sei von 23 von insgesamt 24 Ermittlungskomplexen die Rede, so der Sprecher. Die «Spiegel»-Meldung liege dazu im krassen Gegensatz.

(ddp)

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