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IG-Metall-Chef befürchtet Richtungswechsel bei Sozialpolitik

Berlin (ddp). Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber befürchtet durch die neue Bundesregierung einen Richtungswechsel in der Sozialpolitik. «Offenbar will man über die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen kommen und holt danach den Knüppel raus», sagte Huber dem Berliner «Tagesspiegel» (Montagausgabe). Im Gesundheitswesen sei indes jetzt schon klar, dass Schwarz-Gelb die paritätische Finanzierung aushebeln wolle und zusätzliche Kosten einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gingen. «Das zielt auf einen anderen Sozialstaat», sagte Huber. Der Gewerkschaftschef kritisierte auch den Umgang der Koalition von Union und FDP mit dem Niedriglohnsektor und den Leiharbeitnehmern. Rund 200 000 Leiharbeiter seien «in der Krise in der Versenkung verschwunden. Das ist ein politischer und moralischer Skandal», sagte Huber. Menschen würden in der Krise rausgeworfen, danach wieder eingestellt und in der nächsten Krise wieder rausgeworfen. «Schwarz-Gelb ignoriert das Thema. Sozialpolitische Verantwortung sieht anders aus.» Diesen Artikel weiter lesen

Da die Finanz- und Wirtschaftskrise noch lange nicht überstanden sei, plädiert der IG-Metall-Vorsitzende für ein weiteres Engagement des Staates und eine Verlängerung der Kurzarbeitshilfen über das kommende Jahr hinaus. Erst 2012 werde wahrscheinlich das Produktionsniveau von 2007 wieder erreicht.

(ddp)

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