Wiesbaden (ddp-hes). Die hessische Agrarministerin Silke Lautenschläger (CDU) hat sich für eine zügige Verschärfung der europäischen Biopatentrichtlinie ausgesprochen. «Dass unsere Initiative jetzt Eingang in den Koalitionsvertrag auf Bundesebene gefunden hat, ist ein Erfolg. Wir dürfen aber jetzt nicht stehenbleiben, sondern müssen den Vertrag mit Leben erfüllen,» sagte Lautenschläger am Sonntag in Wiesbaden. Diesen Artikel weiter lesen
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Die hessische Landesregierung setzt sich seit März für ein EU-weites Verbot einer Patentierung von neu gezüchteten Tieren und Pflanzen ein. Unterstützt wird sie dabei von den oppositionellen Grünen.
Die bisherige Regelung sei «unklar und schwammig», wiederholte Lautenschläger ihre Kritik. In der Praxis führe das dazu, dass zunehmend Patente für Lebewesen zugelassen würden. Neben wirtschaftspolitischen sprächen auch ethische Gründe für eine Änderung der Richtlinie. «Aus unserem christlichen Menschenbild heraus bezeichnen wir Tiere zu Recht als Mitgeschöpfe, für die wir Verantwortung tragen. Tiere sind lebende und leidensfähige Wesen. Deshalb darf es im EU- Patentrecht keinerlei Grauzone, keinen Spielraum und keine Kompromisse geben», erklärte die Ministerin.
(ddp)




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