Hamburg (ddp). SAP-Gründer Klaus Tschira hat laut «Spiegel» beim New Yorker Konkursverwalter der US-Investmentbank Lehman Brothers eine Forderung von knapp einer Milliarde Dollar eingereicht. Der Milliardär habe 2007 sein Paket aus SAP-Aktien gegen Kursverluste absichern wollen. Weil Lehman nach dem Konkurs nicht mehr zahlen konnte, habe Tschiras Stiftung und seine Beteiligungsfirma nun Forderungen in Höhe von 977 Millionen Dollar angemeldet, schreibt das Magazin. Diesen Artikel weiter lesen
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Aus Daten des US-Dienstleisters Epiq Systems gehe ebenfalls hervor, dass die Deutsche Bank in New York Forderungen von insgesamt 6,6 Milliarden Dollar eingereicht habe. Nur ein Teil beruhe auf eigenen Geschäften. So habe die Bank der Unicredit-Tochter HypoVereinsbank Lehman-Forderungen in Höhe von über einer Milliarde Dollar mit einem hohen Abschlag abgekauft. Auch der Stahlkonzern Salzgitter habe Forderungen von gut 100 Millionen Dollar an die Bank verkauft.
Lehman Brothers hatte am 15. September 2008 Insolvenz angemeldet und die Finanzmärkte in eine tiefe Krise gestürzt. Die Schulden der Investmentbank sollen sich seinerzeit auf 613 Milliarden US-Dollar (rund 416 Milliarden Euro) belaufen haben. Deutsche Anleger verloren durch die Insolvenz der US-Investmentbank nach Schätzungen von Banken mehr als eine Milliarde Euro. Ein Großteil der nach dem Konkurs wertlos gestellten Lehman-Zertifikate war von Sparkassen sowie von Privatbanken wie Dresdner Bank, Postbank, Citibank und Credit Suisse verkauft worden.
(ddp)




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