Brüssel (ddp). Die Europäische Union hat auf ihrem Gipfel in Brüssel die Weichen zum Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember gestellt und sich am Freitag auf eine gemeinsame Verhandlungsstrategie verständigt. Dabei werden unter anderem den Entwicklungsländern langfristig milliardenschwere Hilfen in Aussicht gestellt. Zudem bekräftigt die EU ihre Emissionsreduzierungsziele und ruft die UN-Klimakonferenz auf, sich das sogenannte Zwei-Grad-Ziel zu eigen zu machen. Zuletzt hatte sich der Gipfel an der Frage der internen Lastenverteilung festgebissen. Diesen Artikel weiter lesen
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte, mit der Einigung von Brüssel bleibe die EU «Vorreiter» im weltweiten Klimaschutz. Jetzt komme es darauf an, dass andere Länder sich zu ähnlichen Zusagen verpflichteten. Das wolle sie auch in der kommenden Woche bei ihrem Besuch in den USA deutlich machen, fügte Merkel mit Blick auf die immer noch zögerliche Haltung der Vereinigten Staaten hinzu, sich rechtlich auf Klimareduzierungsvorgaben festzulegen. Aber auch Länder wie Indien oder China müssten ihren Beitrag leisten.
Ferner würdigte Merkel die auf dem Gipfel ebenfalls erreichte Einigung zum Lissabon-Vertrag. Mit der Zusage an Tschechien sei der Weg frei, den EU-Reformvertrag noch in diesem Jahr in Kraft zu setzen. Dabei ging es vor allem um die Befürchtungen Tschechiens vor Rückgabeansprüchen von nach dem Zweiten Weltkrieg Vertriebenen. Merkel bekräftigte zugleich die Haltung Deutschlands, dass die Vertreibung ein Unrecht bleibe.
(ddp)




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