Erfurt (ddp). Die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht ist in den beiden ersten Anläufen der Ministerpräsidentenwahl im Landtag von Thüringen durchgefallen. Für die 51-Jährige votierten jeweils 44 Abgeordnete, damit fehlte Lieberknecht eine Stimme zur notwendigen absoluten Mehrheit. 38 der 88 Abgeordneten stimmten im zweiten Wahlgang gegen Lieberknecht, vier enthielten sich. Eine Stimme war ungültig. Ein Abgeordneter der Linken fehlte bei der Abstimmung. Damit verweigerten Lieberknecht vier Abgeordnete aus der Koalition von CDU und SPD, die über 48 Stimmen verfügt, die Gefolgschaft. Diesen Artikel weiter lesen
Im ersten und zweiten Wahlgang benötigt Lieberknecht eine absolute Mehrheit, in den weiteren ist laut Landesverfassung gewählt, wer die meisten Stimmen erhält.
Der designierte Linke-Fraktionschef und einstige Ministerpräsidentenkandidat Bodo Ramelow kündigte unterdessen an, im dritten Wahlgang für die Wahl zum Ministerpräsidenten anzutreten. Mit seiner Kandidatur wolle er deutlich machen, dass es eine Alternative gebe. Er habe das klare Signal von der Fraktion bekommen, diesen Weg zu gehen. Die Bürger in Thüringen hätten den Wechsel gewollt.
CDU und SPD hatten sich in den vergangenen Wochen auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung verständigt.
(ddp)




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