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Deutsche Post und ver.di erzielen Tarifeinigung

Berlin (ddp). Die Deutsche Post und die Gewerkschaft ver.di haben ihren Streit über die Auslagerung von Zustellleistungen beigelegt. Beide Seiten einigten sich am Freitag darauf, dass es in den kommenden zwei Jahren weiter keine Fremdvergabe in der Briefzustellung geben wird, wie ver.di und die Deutsche Post mitteilten. In der Paketzustellung werde die Fremdvergabe hingegen ausgeweitet. Mit der Einigung wurde ein drohender Streik bei der Post im Weihnachtsgeschäft abgewendet. Diesen Artikel weiter lesen

Darüber hinaus einigten sich die Tarifparteien auch über die Bezahlung für die rund 130 000 Tarifbeschäftigten. Danach soll die bereits vereinbarte Lohnerhöhung um drei Prozent zum 1. Dezember umgesetzt werden. Darüber hinaus ist bis Ende 2011 noch eine Einmalzahlung von 320 Euro vorgesehen. Der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen wurde ebenfalls bis Ende 2011 verlängert. Zudem bleibe die Wochenarbeitszeit bei 38,5 Stunden.

Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit der Einigung. «Wir sind ausgesprochen zufrieden mit diesem Ergebnis», sagte ver.di-Vize Andrea Kocsis. Gleichzeitig räumte sie ein, dass man sich bereits in Vorbereitungen zu einem Arbeitskampf befunden habe. Der Vorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, sprach von einem «Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses».

ver.di hatte zuvor von der Post eine Ausweitung des Rationalisierungsschutzes für die Postbeschäftigten gefordert. Der Logistikkonzern aus Bonn hatte damit gedroht, die Paket- und Briefzustellung schrittweise an Fremdfirmen auszulagern, sollte ver.di nicht bereit sein, die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden zu erhöhen und die tarifvertraglich vereinbarte Lohnerhöhung von drei Prozent zu verschieben.

(ddp)

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