Erfurt (ddp-lth). Die neue Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat am Freitag nach ihrer Wahl und Vereidigung im Landtag die Amtsgeschäfte von ihrem Vorgänger Dieter Althaus (beide CDU) übernommen. In der Staatskanzlei gratulierte Althaus seiner Nachfolgerin und bezeichnete sie als «Frau, die mit Leidenschaft, Erfahrung, Herzenswärme und Können über viele Jahre bewiesen hat, dass sie für das Land und die Menschen da ist». Diesen Artikel weiter lesen
Lieberknecht, die mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in die Regierungszentrale gekommen war, sagte, sie verstehe die Staatskanzlei in Zukunft als «Herzstück der Dienstleistung» für die Landesregierung und das Land. Ihren holprigen Start, bei dem sie am Morgen erst nach drei Wahlgängen im Landtag gewählt worden war, bezeichnete sie als «einmaligen Akt». Für die künftige Zusammenarbeit von CDU und SPD in der Koalition habe sie «überhaupt keine Sorge».
Nach den schweren Verlusten bei der Landtagswahl vom 30. August war Althaus am 3. September mit sofortiger Wirkung vom CDU-Landesvorsitz sowie vom Amt des Ministerpräsidenten zurückgetreten. Laut Verfassung führte er jedoch noch bis zur Vereidigung der neuen Regierung die Geschäfte. Am 25. Oktober war Lieberknecht zur neuen CDU-Chefin gewählt worden, am Freitag hatte sie bei der Wahl zur Ministerpräsidentin im dritten Wahlgang die erforderliche Mehrheit der Abgeordnetenstimmen erhalten.
(ddp)




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