Berlin (ddp). Im Ausschreibungsverfahren der Deutschen Bahn mit der Industrie über einen milliardenschweren Großauftrag für bis zu 300 neue Züge ist noch keine Entscheidung für eine Neuausschreibung gefallen. «Die Verhandlungen mit den Bietern laufen weiterhin, wir haben uns noch nicht zu einer Neuausschreibung entschlossen», sagte ein Konzernsprecher am Freitag in Berlin. Diesen Artikel weiter lesen
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Zuvor hatten «Handelsblatt» und «Financial Times Deutschland»ein Angebot unterbreitet, bei dem der Wettbewerber Bombardier als Unterlieferant fungiert. Die Bahn hatte Konsortien von der Ausschreibung ausgeschlossen, um Mehrkosten und unklare Zuständigkeiten zu vermeiden. Dem alleinverantwortlichen Hersteller wird aber erlaubt, weitere Unterauftragnehmer einzubinden.
Als zweiten Bieter nennt die Bahn den französischen Alstom-Konzern. Zu Details äußert sich die Bahn nicht. «Wir sind aber in eine schwierige Phase der Verhandlungen geraten, weil die Preisvorstellungen zwischen uns und den Bietern weit auseinandergehen», sagte der Sprecher.
Ein Siemens-Sprecher bezifferte das Auftragsvolumen auf sechs Milliarden Euro. Bis März 2010 wolle sich die Bahn entscheiden, wer dafür den Zuschlag erhält, erklärte der Sprecher. «Wir haben ein Angebot abgegeben und rechnen uns damit auch gute Chancen aus», fügte er hinzu. Der Zeitraum für die Auslieferung erstreckt sich von 2014 bis 2028.
Der Gesamtauftrag soll in zwei Tranchen ausgeführt werden. Die erste Tranche umfasst bis zu 130 Züge, die als Ersatz für heutige Intercity- und Eurocity-Züge eingesetzt werden sollen. Mit der zweiten Tranche sollen später Züge der ersten und zweiten ICE-Generation ersetzt werden, erläuterte der Bahnssprecher.
(ddp)




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