Hamburg (ddp-nrd). Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) wollen mit einer sogenannten Nano-Angel künftig Krebszellen aus dem Blut fischen können. Mit dieser neuen Methode zur individualisierten Krebstherapie haben die Forscher beim diesjährigen Innovationswettbewerb Medizintechnik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen, wie eine UKE-Sprecherin am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Das Projekt wird mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Diesen Artikel weiter lesen
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Bei Krebserkrankungen lösen sich den Angaben zufolge einzelne Krebszellen vom Tumor, verteilen sich mit dem Blut im Körper und bilden weitere Geschwülste, die zu einem tödlichen Ausgang der Krankheit führen können. Wenn diese losgelösten Zellen aufgespürt würden, könnten sie Hinweise für eine gezielte und erfolgversprechende Behandlung geben, teilte die Sprecherin mit. Bisherige Untersuchungstechniken seien äußerst zeit- und kostenintensiv gewesen. Das neue System solle leicht anzuwenden, preiswert und treffsicher sein.
Die Nano-Angel habe eine neuartige Oberfläche mit winzigen «Tentakeln», mit denen Krebszellen gezielt aus Patientenproben «herausgefischt» werden könnten. Zudem könnten die Eigenschaften der Krebszellen untersucht werden. Sowohl die Tumordiagnostik als auch die Kontrolle des Krankheitsverlaufes ließen sich damit verfeinern.
(ddp)




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