Stuttgart (ddp-bwb). Ermittlern aus Baden-Württemberg ist ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Wie Polizei, Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt und Zoll am Mittwoch mitteilten, überführten sie eine internationale Gruppe, die Löhne an den Sozialkassen und dem Finanzamt vorbei bar an Arbeiter ausgezahlt haben soll. Nach derzeitigen Erkenntnissen entstand den Sozialkassen ein Schaden von 1,3 Millionen Euro. Die Höhe der hinterzogenen Steuern kann noch nicht abschließend beziffert werden. Gegen zwei der Beschuldigten wurden Haftbefehle beantragt. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Hauptverdächtigen aus verschiedenen Ländern sind zwischen 25 und 55 Jahre alt. Am Dienstag durchsuchten rund 400 Einsatzkräfte 26 Wohnungen und 47 Firmen und Arbeitsstellen der acht Personen sowie von zahlreichen Zeugen in sieben Bundesländern. Alleine in Baden Württemberg gab es 35 Durchsuchungen unter anderem in den Kreisen Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart, Tauberbischofsheim und Waiblingen. Die Ermittler fanden zahlreiche Unterlagen und Datenträger. Diese werden derzeit ausgewertet.
Die Bande verschleierte ihre Machenschaften durch angebliche Unterfirmen. Baufirmen gaben Aufträge an Subunternehmer weiter, die für Ihre Angestellten keine Sozialabgaben und Steuern zahlten. Zusätzlich stellten diese Subunternehmer als Servicefirmen weitere Rechnungen an Baufirmen aus. Die darin genannten Leistungen wurden jedoch nicht durch die Subunternehmer, sondern durch die jeweilige Baufirma selbst erbracht. Die Baufirma beglich die Rechnungen und bekam dann den Betrag von den Servicefirmen in bar zurückgezahlt. Bislang konnten die Ermittler Geldflüsse von rund 13 Millionen Euro feststellen.
Eine gemeinsame Ermittlergruppe ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart seit Anfang April 2009 gegen die Bande.
(ddp)




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