Berlin (ddp). Angela Merkel (CDU) ist erneut zur Bundeskanzlerin gewählt worden. Die Abgeordneten des Bundestags stimmten am Mittwoch auf Vorschlag von Bundespräsident Horst Köhler mehrheitlich für die 55-Jährige. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Merkel erreichte erwartungsgemäß schon im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Allerdings stimmten offenbar nicht alle Abgeordneten aus den eigenen Reihen für die Kanzlerin. Diesen Artikel weiter lesen
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Für die CDU-Politikerin votierten 323 Parlamentarier, nötig für die Wiederwahl waren 312 Stimmen. An der Abstimmung hatten sich 612 Parlamentarier beteiligt. Damit verbuchte Merkel 52,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. 285 Parlamentarier stimmten mit Nein, 4 enthielten sich.
Die Koalition von Union und FDP verfügt über insgesamt 332 Stimmen, alle Mitglieder der Fraktionen aus Union und FDP waren anwesend. Neun Parlamentarier aus den Reihen von Schwarz-Gelb stimmten damit möglicherweise nicht für Merkel. Die Wahl ist jedoch geheim. Vor vier Jahren wurde Merkel mit 65 Prozent zum ersten Mal zur Kanzlerin gewählt.
Merkel soll um 12.00 Uhr im Schloss Bellevue ihre Ernennungsurkunde erhalten. Anschließend wird sie im Bundestag ihren Amtseid leisten und ihre Minister ernennen. Am Nachmittag erhalten die neuen Minister ihre Urkunden von Köhler, anschließend werden auch sie im Bundestag vereidigt.
Am Nachmittag kommt die Bundesregierung zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Dem neuen Kabinett gehören neben Merkel und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla sechs CDU-Minister an, drei stellt die CSU und fünf die FDP.
(ddp)




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