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Köhler warnt neues Kabinett vor noch schlimmerer Finanzkrise

Berlin (ddp.djn). Bundespräsident Horst Köhler hat bei der Ernennung des neuen Bundeskabinetts vor einer noch schlimmeren Finanzkrise für den Fall gewarnt, dass nicht die richtigen Lehren aus der jüngsten Entwicklung gezogen werden. «Die Krise der internationalen Finanzmärkte ist noch nicht überwunden», sagte Köhler zu dem neuen Kabinett am Mittwoch in Berlin. «Wir dürfen nicht zulassen, dass Interessenten wieder zu den Methoden und Verhaltensweisen zurückkehren, die diese Krise ausgelöst haben. Geschähe dies, stünde uns eine noch schlimmere als die jetzige bevor», warnte er. Diesen Artikel weiter lesen

Die Welt brauche eine neue Ordnung für die Finanzmärkte, «die Geld und Kapital wieder in eine dienende Rolle bringt», zum Nutzen aller Menschen. Köhler, der früher unter anderem Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) war, hielt es laut seinem Manuskript «auch für richtig, wenn sich Deutschland mit Nachdruck für eine Abgabe auf internationale Finanztransaktionen einsetzt».

Die Weltwirtschaft werde sich nur allmählich von der aktuellen Krise erholen, betonte der Bundespräsident. «Das erfordert jetzt viel Aufmerksamkeit für die richtige Dosierung der finanz- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen, damit die Erholung weiter vorankommt und an Kraft gewinnt», mahnte Köhler die neue Regierung. Gelingen werde dies um so besser, je mehr die Grundlagen für Innovationen und Investitionen gestärkt werden. «Ich warne aber auch vor unrealistischen Wachstumshoffnungen und wünsche mir eine breite politische Aufmerksamkeit und Arbeit für das Ziel, die Staatsverschuldung wieder zurückzuführen», betonte Köhler.

(ddp)

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