Greiz (ddp-lth). Bei einem Spiel der 1. Kreisklasse in Greiz ist es am Samstag zu einer Keilerei auf dem Fußballplatz gekommen. Ausgangspunkt war ein Platzverweis für einen Stürmer der gastgebenden Mannschaft vom Hainberger SV, die gegen Blau-Weiß 90 Greiz 1:0 zurücklag. Nach Polizeiangaben ging der Spieler dann auf den Schiedsrichter los und schlug ihm ins Gesicht. Dadurch erlitt der Schiedsrichter ein Schädelhirntrauma und eine Nasenprellung, hieß es weiter. Diesen Artikel weiter lesen
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Infolge der Auseinandersetzung kam es zu einer Schlägerei, an der neben Spielern beider Mannschaften auch auf das Spielfeld eilende Zuschauer beteiligt waren. Dazu sollen auch Sympathisanten der rechtsextremen Szene gehört haben. Als die alarmierten Polizisten eintrafen, gab es den Angaben zufolge nur noch Handgemenge am Rande des Spielfelds. Die Partie wurde abgebrochen.
Der vom Platz gestellte Spieler stammt nach Angaben seines Trainers Uwe Birke aus dem Kosovo. Ausländerfeindliche Parolen seien nicht gerufen worden. Der Spieler sei schon zuvor mehrfach wegen Unsportlichkeit mit der Roten Karte in die Kabine geschickt worden, wegen des neuerlichen Vorfalls werde nun ein Vereinsausschluss erwogen, sagte Birke der Nachrichtenagentur ddp.
Er gab indes auch zu bedenken, dass ein Gegenspieler zunächst seinem Stürmer einen Kopfstoß versetzt hatte. Der Schiedsrichter, der vor der Attacke in der zweiten Halbzeit die zunehmende Aggressivität auf dem Spielplatz nicht unterbunden habe, ahndete daraufhin nur die anschließende Ohrfeige des Stürmers, nicht aber den Kopfstoß. Daraufhin sei sein Spieler «ausgerastet» und habe «wild um sich geschlagen». Beide Vereine hätten «eigentlich ein normales Verhältnis».
Die Polizei geht von mindestens fünf Verletzten aus. Sie will nun weitere Hintergründe ermitteln.
(ddp)




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