Bremerhaven (ddp-nrd). Mit einer neuen Untersuchungsmethode haben Geowissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven neue Beweise für Schwankungen in der Meereisbedeckung in der Arktis gefunden. Wie das Institut mitteilte, ist es den Wissenschaftlern gelungen, die Eisbedingungen der letzten 30 000 Jahre in der Framstraße, einer Meerenge zwischen Ostgrönland und Spitzbergen, zu rekonstruieren. Diesen Artikel weiter lesen
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«Unsere Rekonstruktion der unterschiedlichen Eisbedingungen zeigt, wie drastisch die Arktis auf selbst kurzzeitige Klimaschwankungen reagiert», sagte die Geowissenschaftlerin Juliane Müller zu den Ergebnissen. Danach ließ sich mit Hilfe von fossilen organischen Molekülresten nachweisen, zu welcher Zeit die Framstraße eisbedeckt oder eisfrei war.
Die Forscher erkannten etwa, dass es in den letzten 5000 Jahren einen saisonalen Wechsel zwischen einer eisbedeckten und eisfreien Wasseroberfläche gab. Zudem verzeichneten sie aber einen deutlichen Rückgang des Meereises in der zentralen Arktis, der im Jahr 2007 ein «drastisches Minimum» erreicht hatte.
Das arktische Meereis spielt eine wichtige Rolle im Wärmehaushalt der Weltmeere. Das Eis beeinflusst unter anderem den Mechanismus der globalen Meeresströmungen, die maßgeblich für das Klima in Europa verantwortlich sind.
(ddp)




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