Oranienburg (ddp). Die Gräueltaten der Nationalsozialisten müssen nach Ansicht des brandenburgischen Europastaatssekretärs Gerd Harms auch fast 65 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager weiter aufgearbeitet werden. Freiheit, Demokratie und gegenseitige Achtung seien auch heute keine Selbstverständlichkeit, sagte Harms am Sonntag in Oranienburg bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Verfolgung der polnischen Minderheit in Deutschland durch die Nazis. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Ausstellung beleuchte lange Zeit unbekannte Tatsachen und trage so zu einem besseren Verständnis der geschichtlichen Erfahrungen von Polen und Deutschen bei, sagte Harms.
Die zweisprachige Ausstellung «Die polnische Minderheit im KZ. Mitglieder polnischer Verbände im Deutschen Reich in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück 1939-1945» wurde von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten gemeinsam mit dem Verein «NIKE Polnische Unternehmerschaft» gestaltet. Sie ist bis Ende Februar in der Gedenkstätte Sachsenhausen zu sehen und wird danach an weiteren Orten in Deutschland und Polen gezeigt.
Etwa ab Mitte 1938 begannen nach Angaben der Stiftung Repressalien gegen die polnische Minderheit, die kurz vor dem Überfall auf Polen in Verfolgung und Terror übergingen. Bei Kriegsbeginn 1939 wurden bis zu 2000 Mitglieder des Bundes der Polen von der Gestapo verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die Organisationen der polnischen Minderheit wurden verboten.
(ddp)




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