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Zeitung: Berliner Sekundarschüler haben zwei Stunden weniger Schule

Berlin (ddp-bln). Berlins Sekundarschüler sollen künftig zwei Schulstunden Unterricht weniger haben. Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will die Zahl der Unterrichtsstunden in Naturwissenschaften an den künftigen Sekundarschulen kürzen, berichtet die «Berliner Morgenpost» (Freitagausgabe), die sich auf einen Entwurf der Rechtsverordnung für die geplante Schulreform beruft. Danach sollen die Sekundarschüler in den siebten bis zehnten Klassen jeweils nur insgesamt drei Stunden pro Woche für die Fächer Biologie, Chemie und Physik haben. Das sind zwei Stunden weniger als bisher. Diesen Artikel weiter lesen

Insgesamt soll die Stundentafel in den siebten und achten Klassen 31 Stunden wöchentlich betragen, am Gymnasium sind es 33 Stunden. In den neunten und zehnten Klassen sollen es 32 statt 34 Stunden sein. Durch die Reduzierung der Stundenzahl will Zöllner dem Bericht zufolge teilweise den Mehrbedarf an Lehrern für die Schulreform ausgleichen. Zudem seien Lernschwache durch einen zu dichten Stundenplan überfordert.

Lehrer für Naturwissenschaften haben sich laut Zeitung gegen die Kürzung ausgesprochen. Gerade dieser Bereich müsse angesichts des drohenden Fachkräftemangels gestärkt werden. Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer im Bereich Bildung, appelliert an Schulen und Eltern, verstärkt auf Naturwissenschaften zu setzen. Durch «Profilstunden», mit denen Schulen bestimmte Lehrinhalte gezielt fördern könnten, und Zusatzangebote im Ganztagsbetrieb hätten die neuen Sekundarschulen sogar die Möglichkeit, mehr Naturwissenschaften anzubieten als bisher, sagte Knobelsdorff.

(ddp)

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