München (ddp). Gerührt oder geschüttelt - eine der bedeutendsten Fragen der Filmgeschichte spielt plötzlich keine Rolle mehr. «Seh´ ich aus, als ob mich das interessieren würde?», entgegnet Daniel Craig in seinem ersten Film als James Bond und zeigt damit an, dass die 007-Reihe fortan nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch einen anderen Grundton bekommt. ProSieben strahlt «Casino Royale» am Sonntag als Free-TV-Premiere aus. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Der 21. offizielle Bond-Film konzentriert sich auf das Wesentliche: Verschwunden sind die Schäkereien mit Miss Moneypenny, das unsichtbare Auto und die übrigen Testosteronsubstitute, die von der zunehmenden Saftlosigkeit des Agenten ablenken sollten. Craig löste Pierce Brosnan ab, durch ihn wurde Bond mehr Schläger, denn Gentleman: Er blutet, brüllt vor Schmerzen und gibt für eine Frau alles auf.
Bei seinem Debüt als 007 wird der eigensinnige Agent auf Le Chiffre (Mads Mikkelsen) angesetzt. Der Bankier weltweit operierender Terroristen hat eine Menge Geld verloren und will seine Kasse im Casino Royale in Montenegro aufbessern. Bonds muss Le Chiffre beim Pokern schlagen, damit dieser aus Furcht vor seinen nun mittellosen Arbeitgebern sein Wissen mit der britischen Regierung teilt. Abgelenkt wird Bond von der ebenso schönen wie schlagfertigen Beamtin des britischen Schatzamtes, Vesper Lynd (Eva Green), die seinen Wetteinsatz überwacht.
Die Verfilmung von Ian Flemings erstem Bond-Roman, der die Anfänge des britischen Agenten schildert und damit die Chronologie der Reihe auf den Kopf stellt, sorgte bei den Fans für böses Blut. Auch in der Branche hatte die Generalüberholung der erfolgreichsten Reihe der Kinogeschichte für Kopfschütteln gesorgt.
(ddp)




Frankfurt/Main (AFP) - Der langjährige Moderator der ARD-"Tagesthemen", Ulrich Wickert, hat die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF als inhaltlich und sprachlich schlecht kritisiert.
Flusspferde töten Krokodil