Hamburg (ddp-nrd). Die fristlos gekündigte Fernsehfilmchefin Doris Heinze zieht gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR) vor Gericht. Heinze und der Sender streiten vor dem Hamburger Arbeitsgericht über den Fortbestand ihres Arbeitsverhältnisses, wie eine Sprecherin des Gerichts am Freitag mitteilte. Beide Parteien sollen am Dienstag erstmals zu einem Gütetermin zusammenkommen. Das Gericht hat kein persönliches Erscheinen angeordnet. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Der NDR wirft seiner bisherigen Fernsehfilmchefin vor, dem Sender von ihr selbst verfasste Drehbücher unter einem Pseudonym verkauft zu haben. Hierdurch habe sie den NDR zu Honorarzahlungen veranlasst, auf die sie keinen Anspruch gehabt habe. Weiterhin habe Heinze unter Verstoß gegen die Geschäftsordnung des NDR Drehbuchaufträge freigezeichnet, die ihrem unter Pseudonym auftretenden Ehemann Claus Strobel erteilt worden seien. In Verlautbarungen gegenüber dem Sender und Dritten habe sie erfundene Biografien der angeblichen Autoren verbreitet.
Die «SZ» hatte die Affäre im August aufgedeckt. Heinze soll ferner einen von ihr geschriebenen und vom NDR nicht realisierten Film in einer praktisch identischen Fassung nahezu zeitgleich an eine weitere Produktionsfirma verkauft haben.
Heinze hält die Kündigungen den Angaben zufolge für formal unwirksam. Zudem fehle es an einem den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Kündigungsgrund. Heinze ist seit 1991 beim NDR beschäftigt. Im Sommer 2003 übernahm sie die Leitung der Redaktion Fernsehspiel beziehungsweise Fernsehfilm, Spielfilm und Theater.
Der NDR hat insgesamt drei fristlose Kündigungen des Arbeitsverhältnisses ausgesprochen. Für den Fall, dass gerichtlich die Unwirksamkeit der fristlosen Kündigungen festgestellt wird, hat der NDR jeweils unter Einhaltung einer Auslauffrist gekündigt. Gegen diese Kündigungen wendet sich Heinze durch ihre Klagen vor dem Arbeitsgericht.
(ddp)




Frankfurt/Main (AFP) - Der langjährige Moderator der ARD-"Tagesthemen", Ulrich Wickert, hat die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF als inhaltlich und sprachlich schlecht kritisiert.
Flusspferde töten Krokodil