München (ddp-bay). Das CSU-Präsidiumsmitglied Manfred Weber hält Spekulationen über personelle Konsequenzen aus dem schlechten Ergebnis der Partei bei der Bundestagswahl für eine «Geisterdebatte». Weber sagte am Freitag der Nachrichtenagentur ddp, der «nun folgende schwierige Weg» müsse gemeinsam gemeistert werden. CSU-Chef Horst Seehofer sei «absolut» der Richtige, um Vertrauen in der Bevölkerung zurückzugewinnen. Dazu müssten jedoch alle CSU-Politiker ihren Beitrag leisten. Diesen Artikel weiter lesen
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Weber verwies darauf, dass Seehofer den Parteivorsitz vor einem Jahr «in einer enorm schwierigen Zeit übernommen» habe. Schließlich habe es nach dem enttäuschenden Ergebnis bei der Landtagswahl eine Art Identitätskrise der CSU gegeben. Seehofer sei es jedoch gelungen, der Partei wieder Selbstvertrauen zu geben. Damit habe er einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der CSU geleistet.
Weber fügte hinzu, auch das sehr gute Ergebnis bei der Europawahl sei mit Seehofer verbunden. Bei der Bundestagswahl habe es dann jedoch einen «Rückschlag» gegeben. Seehofers Aufgabe sei es nun, eine Debatte über die «Zukunftsthemen» zu organisieren und dabei die «Grundrichtung» vorzugeben.
Der CSU-Europaabgeordnete betonte zugleich: «Am Ende werden die Inhalte entscheiden.» Deshalb sei die schwarz-gelbe Koalitionsvereinbarung sehr wichtig. Wenn die CSU zum Beispiel ihre Positionen in der Agrar- und Steuerpolitik durchsetze, «dann werden die Menschen spüren, dass wir für sie kämpfen».
Weber fügte hinzu: «Die CSU ist am Verhandlungstisch erfolgreich.» Auf dem kleinen Parteitag am Montag in München gehe es auch darum, deutlich zu machen, dass die Union das Wahlziel einer bürgerlichen Mehrheit erreicht habe - «und da dürfen wir uns auch mal darüber freuen».
(ddp)




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