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Tarifkonflikt beim RBB

Berlin/Potsdam (ddp-bln). Die Gewerkschaft ver.di hat im Tarifkonflikt um höhere Gehälter und Honorare am Freitag den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) bestreikt. Nach ver.di-Angaben folgten dem Streikaufruf bis zu 300 Mitarbeiter. Da auch das Sendestudio bestreikt wurde, erschien die «Berliner Abendschau» nur als Notausgabe, gesendet von der Tauentzienstraße aus der Westcity, auf die Magazine «Brandenburg aktuell» und «RBB aktuell» musste der Sender völlig verzichten. Es war bereits der zweite Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Diesen Artikel weiter lesen

Laut ver.di sind die Angestellten sowie freien Mitarbeiter des Senders in den vergangenen Jahren weit hinter das Einkommensniveau der anderen ARD-Sender zurückgefallen. Der Tarifvertrag war Ende September ausgelaufen. Die Verhandlungen dazu waren am 18. September von den Gewerkschaften abgebrochen worden, da die Geschäftsleitung Lohnerhöhungen an Strukturverhandlungen über mögliche Senkung der Gehälter gekoppelt haben soll.

Die Tarifverhandlungen sind mittlerweile wieder aufgenommen worden. ver.di hatte ursprünglich einen Sockelbetrag von 300 Euro plus eine dreiprozentige Einkommensverbesserung gefordert. Derzeit strebt die Gewerkschaft einen Abschluss über einen Sockelbetrag von 100 Euro sowie eine Anhebung um 2,2 Prozent zum 1. Oktober dieses Jahres und um weitere 2,2 Prozent zwölf Monate später an.

RBB-Verwaltungsdirektor Hagen Brandstäter sprach von einer «unverhältnismäßigen Aktion» auf Kosten der Zuschauer. Dabei werde auf dem Rücken der Gebührenzahler Tarifpolitik betrieben. Die Geschäftsleitung habe ein Angebot vorgelegt, dass angesichts der Wirtschaftskrise und der schwierigen ökonomischen Lage des Senders weitreichend sei.

Der RBB habe insgesamt 4,4, Prozent mehr Gehalt und eine Anhebung des Familienzuschlags auf 120 Euro pro Kind angeboten. Damit bewege sich der Sender im Rahmen der ARD-Tarifabschlüsse.

(ddp)

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