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Zeitung: Versicherungskonzerne dürfen Risiken verdecken

Hamburg (ddp.djn). Die Versicherungswirtschaft soll offenbar weiterhin einen Teil ihrer Aktien aus der Bilanz auslagern dürfen. Wie die «Financial Times Deutschland» (Freitagausgabe) berichtete, steht das internationale Bilanzgremium IASB vor einem solchen Beschluss. Diesen Artikel weiter lesen

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Dieser würde den Versicherern erlauben, ihre Aktienquote mittelfristig von derzeit weit unter zehn Prozent signifikant zu erhöhen. Denn die Konzerne bräuchten nicht mehr zu fürchten, einen Wertverfall der Papiere künftig als Verlust verbuchen zu müssen. Zudem sollen die Unternehmen Dividenden aus den Aktien als Gewinn ausweisen dürfen.

An den Börsen dürfte die Entscheidung des IASB zumindest auf mittlere Sicht für neuen Schwung sorgen. Allein die deutschen Versicherer gebieten über Kapitalanlagen in Höhe von rund 1100 Milliarden Euro. Selbst wenn die Konzerne ihre Aktienquote nur um fünf Prozent erhöhen, fließen 55 Milliarden Euro zusätzlich in die Aktienmärkte, wie die Zeitung weiter berichtet. Das sei fast ein Zehntel des Börsenwerts sämtlicher Dax-Konzerne.

Die Entscheidung des IASB stehe unmittelbar bevor, hieß es dem Bericht zufolge am Donnerstag in London, wo das mächtige Expertengremium seinen Sitz hat. Zwar dürfen die Gesellschaften Wertschwankungen bei großen Teilen ihrer Aktien auch heute bereits ignorieren. Jedoch galt als wahrscheinlich, dass das IASB dieses Privileg im Zuge des allgemeinen Trends zu mehr Transparenz kippen würde.

(ddp)

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