Hamburg (ddp). Das Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist von der Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur «Blume des Jahres 2010» gekürt worden. Von der Pflanze gebe es kaum noch Wildstandorte, sagte Stiftungsgründerin Loki Schmidt am Donnerstag in Hamburg. Trotzdem werde die Pflanze vielen Menschen vertraut vorkommen, weil sie bereits seit langem eine beliebte Zierpflanze in vielen Gärten sei. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Sibirische Schwertlilie ist nach Angaben der Stiftung zentral-europaweit gefährdet. Sie liebt feuchte Streuwiesen und Niedermoore sowie Teichufer, Flutmulden oder Gräben. Durch Trockenlegungen sowie Flächenversiegelungen geht ihr Bestand in Deutschland zurück. Die leuchtend blaue Blüte der Pflanze öffnet sich von Mai bis Juni. Meist säßen ein bis drei Blüten an den bis ein Meter hohen Stengeln, sagte Schmidt.
Die Wildform kommt nur auf feuchten Wiesen vor. Zahlreiche, gezüchtete Sorten wachsen in kahlen, auch auf trockenen Böden. Allgemein werden die Bestände der Sibirischen Schwertlilie am Oberrhein als westliche Verbreitungsgrenze gesehen. Sehr stattlich Horste der Pflanze gibt es nach Stiftungs-Angaben im Osten von Niedersachsen (Wendland, Hannover bis zum Nordharz), westlich und östlich vom Bodensee, in Sachsen oder im Raum Greifswald.
Bereits seit 1980 wählt die Naturschützerin Schmidt die Blume des Jahres aus.
(ddp)




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