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Spannende Krimikost aus Dänemark

Mainz (ddp). Mit skandinavischen TV-Krimis wie «Kommissarin Lund - Das Verbrechen», «Der Adler - Die Spur des Verbrechens» und «Unit One - Die Spezialisten» hat das ZDF gute Erfahrungen gemacht. Kein Wunder, dass es auch die neue Krimi-Reihe «Protectors - Auf Leben und Tod» mit dem Sender Dansk Radio (DR) koproduzierte. Im Mittelpunkt der fünf Folgen stehen drei frisch ausgebildete Personenschützer, die in Dänemark gefährdete Persönlichkeiten vor Attentätern und Terroristen schützen sollen. Die erste Folge wird am Sonntag um 22.00 Uhr ausgestrahlt. Diesen Artikel weiter lesen

In Kopenhagen nehmen die Polizisten Jasmina (Cecilie Stenspil), Jonas (André Babikian) und Rasmus (Soren Vejby) an einem harten Training teil, um Personenschützer zu werden. Nach etlichen Tests gehören sie zu der kleinen Gruppe, die das strenge Auswahlverfahren übersteht. Noch vor der finalen Prüfung werden sie zu ihrem ersten Einsatz gerufen: Der Verteidigungsminister Skelbaek (Henrik Prip) ist in Gefahr.

Der wütende Taxifahrer Catic (Dragomir Pajkovic), der als Elitesoldat im Bosnien-Krieg ein schweres Trauma erlitten hat und seit Jahren in Dänemark lebt, macht ihn für den Tod seines Sohnes Ibro verantwortlich. Dieser wurde durch die Unachtsamkeit Skelbaeks bei einem Truppenbesuch zu Silvester im Irak getötet. Erst überfällt Catic die Geliebte des verheirateten Ministers, dann beschafft er sich ein Präzisionsgewehr.

Die rund 100 Minuten lange Auftaktfolge bietet beste Krimi-Unterhaltung aus dem hohen Norden und kann sich in den Kriterien Spannung, Schauspiel und Inszenierungsqualität mit Kino-Thrillern messen. Neben den soliden Darstellerleistungen, diesmal allen voran Soren Vejby als Rasmus, punktet der Sonntagskrimi vor allem durch das straffe Drehbuch, die figurenbetonte Erzählweise und die atmosphärisch dichte Inszenierung, die auf billige Action-Effekte verzichtet.

Die dänischen Zuschauer haben das honoriert und dem dortigen Sender im Vorjahr nach ZDF-Angaben «Spitzenwerte in der Prime Time» beschert. Das Krimiformat ist in der Kategorie «Beste Drama-Serie» für den Wettbewerb um die begehrten amerikanischen Emmy Awards nominiert, die am 23. November in New York vergeben werden.

Wie schon «Unit One» und «Der Adler» greift auch «Protectors» aktuelle Themen auf. Produzent Sven Clausen legt großen Wert auf realistische Geschichten und eine dokumentarische Filmsprache, die nah am Zeitgeschehen ist. «Die Serie zeigt die notwendigen Schritte, die gegangen werden müssen, um die Demokratie zu schützen und Gewalt und Verbrechen zu bekämpfen», sagt Clausen.

Wie nah die Filmemacher am Puls der Zeit arbeiten, zeigen auch die Themen der weiteren Folgen: Da plant eine Extremistengruppe eine Aktion gegen die dänische Einbürgerungspolitik, da geht es um einen geplanten Bombenanschlag in Kopenhagen, da durchkreuzt ein Ex-RAF-Terrorist die Klimaschutzpläne einer britischen Ministerin.

Die zweite Folge von «Protectors», bei der der renommierte Kinofilmregisseur Soren Kragh-Jacobsen auf dem Regiestuhl saß, wird am 1. November ausgestrahlt. Nach dem Erfolg der ersten Staffel in Dänemark dreht das Team dort bereits die zweite. Sie soll im Herbst 2010 im deutschen Fernsehen gezeigt werden.

(ddp)

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