Berlin (ddp). Der Leiter der ZDF-Hauptredaktion Außenpolitik, Theo Koll, hat Kritik an der Auslandsberichterstattung des Senders zurückgewiesen. Vorwürfe, nach denen von den Korrespondenten erwartet werde, in ihren Berichten vorgefertigte Konzepte der Heimatredaktionen zu bestätigen, seien «absurd», sagte Koll in einem Interview mit der «Tageszeitung» (taz) (Donnerstagausgabe). Es sei «mitnichten so, dass wir uns in der Zentrale auf ein Bild verlassen, das wir uns zurechtlegen», erklärte Koll, der auch Moderator des «Auslandsjournals» ist. Diesen Artikel weiter lesen
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Der Sender lege «im Gegenteil sehr viel Wert darauf, Kollegen mit ihrem ganz eigenen Blick und ihren eigenen sozialen Kontakten vor Ort zu haben», sagte Koll. «Korrespondenten und ihre Beobachtungen sind durch nichts zu ersetzen», fügte er hinzu. Im Zweifel vertrauten die Redaktionen den «eigenen Leuten».
Die Einrichtung fester Büros der öffentlich-rechtlichen Sender in Afghanistan hält Koll weiterhin für verzichtbar. «Das hat bisher gut funktioniert. Ob wir irgendwann in Afghanistan einen festen Korrespondenten brauchen, hängt von der weiteren Entwicklung ab», sagte er: «Wir haben jedenfalls noch keine wichtige Geschichte verpasst.»
Der ehemalige ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner hatte den Heimatredaktionen in einem Beitrag für das Branchenmagazin «Message» unter anderem eine «manchmal dominante Einflussnahme» vorgeworfen. «Der Korrespondent dient immer häufiger nur dazu, mit seinen Beiträgen Mosaiksteine für ein bereits fertig geplantes Gesamtwerk der Redaktion zu liefern», schrieb Tilgner.
(ddp)




Frankfurt/Main (AFP) - Der langjährige Moderator der ARD-"Tagesthemen", Ulrich Wickert, hat die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF als inhaltlich und sprachlich schlecht kritisiert.
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