Berlin (ddp). Blut ist dicker als Wasser, sagt der Volksmund. Zugleich verrät die offizielle Kriminalstatistik, dass ein Großteil aller Gewaltverbrechen im Familienverbund begangen wird. In der Krimiepisode «Das große Fressen» aus der Serie «Ein starkes Team», die das ZDF am Samstag um 20.15 Uhr ausstrahlt, müssen die beliebten Ermittler Verena, Otto und Ben ein derartiges Familiendelikt entschlüsseln. Im Milieu des gehobenen Mittelstandes finden die drei Polizisten dabei eine Verwandtschaft vor, die mehr zu verbergen hat, als der erste Anschein erahnen lässt. Denn zunächst deutet die ausschlaggebende Tat noch auf einen ganz gewöhnlichen Raubmord hin. Diesen Artikel weiter lesen
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Ein maskierter Dieb ist in das Juweliergeschäft der Familie Machnow eingedrungen. Mit gezückter Pistole zwingt er die Geschäftsführerin Anna Machnow (Peggy Lukac), den Tresor zu öffnen. Doch die resolute Frau denkt gar nicht daran, den Schurken mit der Beute ungehindert ziehen zu lassen. Fatalerweise greift auch Anna zur Waffe, woraufhin ein Schusswechsel erfolgt, bei dem die Besitzerin stirbt. Annas Ehemann Walter (Friedrich von Thun) und dessen Kinder sind zutiefst bestürzt. Doch den Kommissaren Verena Berthold (Maja Maranow), Otto Garber (Florian Martens) und Ben Kolberg (Kai Lentrodt) schwant schon sehr bald, dass wenigstens einer der Verwandten ein falsches Spiel mit ihnen treibt.
Im mittlerweile 44. gemeinsamen Fall muss das starke Team folglich tief in das Gefüge einer mittelständischen Familie eindringen, um den initialen Raubmord aufzuklären. Und genau dabei werden den Polizisten schwere Steine in den Weg gelegt. Die Machnows wirken kühl und distanziert. Über den Tod der Ehefrau und Mutter zeigen sie sich bestürzt, aber gefasst. Zudem bringen ihre unterkühlten Aussagen die Ermittlungen kaum voran. Zumal sich einzelne Familienmitglieder in eklatante Widersprüche verstricken.
Das ermittelnde Trio muss sein ganzes Geschick aufwenden, um die familiäre Fassade zu durchbrechen und die wahren Tatmotive aufzudecken. Zum Vorschein kommt derweil der ganz normale Wahnsinn aus Neid, Missgunst und Habgier, der bekanntlich selbst in den besten Familien vorzufinden ist.
Im Schatten dieses Familiendickichts suchen die drei Ermittler wie gewohnt Zerstreuung bei ihrem Kumpel Sputnik, gespielt von Jaecki Schwarz, der wieder einmal mit einer originellen Geschäftsidee aufwartet. Diesmal bringt der ehemalige Volkspolizist mit tatkräftiger Unterstützung von Bens Nichte eine marode Minigolfanlage auf Vordermann.
Der Serienfolge ist bei allem deutlich anzumerken, dass sich das starke Team inzwischen mehr als eingespielt hat. Die Abläufe wirken routiniert aufeinander abgestimmt. Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen. Das ist allerdings kaum verwunderlich, immerhin bilden Maja Maranow & Co. bereits seit 15 Jahren in nahezu identischer Besetzung eine Einheit.
Das alles führt natürlich dazu, dass sich das starke Team schon selbst wie eine kleine Familie anfühlt. Allerdings wie eine Familie, bei der die heile Welt tatsächlich noch in Ordnung ist. Für Spannung und Intrigen müssen deshalb Menschen wie die Machnows sorgen.
(ddp)




Frankfurt/Main (AFP) - Der langjährige Moderator der ARD-"Tagesthemen", Ulrich Wickert, hat die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF als inhaltlich und sprachlich schlecht kritisiert.
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