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ver.di setzt bei Tarifrunde auf Verbesserungen für Pflegepersonal

Frankfurt/Main (ddp). Bei der Tarifrunde für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen will sich die Gewerkschaft ver.di vor allem für Entlastungen der Pflegekräfte in Krankenhäusern stark machen. «Es geht in der nächsten Tarifrunde auch um mehr Geld, das ist völlig klar», sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke am Donnerstag in Frankfurt am Main. Gleichzeitig sollten jedoch bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege durchgesetzt werden. Die Tarifverhandlungen beginnen am 13. Januar 2010 in Potsdam. Diesen Artikel weiter lesen

Zwar stünden den Krankenhäusern durch eine Aufstockung der Finanzmittel rund 3,6 Milliarden Euro mehr zur Verfügung, doch das habe nicht zu einer Entlastung des Personals geführt. Die Ankündigung von 17 000 neuen Stellen in der Pflege sei bislang nicht umgesetzt worden, kritisierte Paschke. Deshalb seien in der nächsten Tarifrunde Maßnahmen zur Entlastung der Pflegekräfte zentral. Dazu gehöre beispielsweise die Forderung nach einer halben Stunde bezahlter Pause pro Schicht. «Das wären 14 zusätzliche freie Tage im Jahr», sagte die Gewerkschafterin.

Eine weitere Forderung sei, dass die Beschäftigten einen Bonus erhielten, wenn sie aus ihrer Freizeit in den Dienst gerufen würden. Außerdem sollten Teilzeitkräfte einen Zuschlag für Überstunden bekommen. «Dieses Gesundheitswesen wird überhaupt nur durch Überstunden aufrecht erhalten», betonte Paschke. In Deutschland seien 1,2 Millionen Überstunden in den Krankenhäusern angehäuft worden. Das müsse sich ändern. Mit der Tarifrunde solle erwirkt werden, dass mehr Personal in der Pflege eingestellt werde.

Die Punkte werden nach Angaben von ver.di nun in den Krankenhäusern und Betrieben mit den Beschäftigten diskutiert. Die Bundestarifkommission beschließt die Forderungen am 16. Dezember.

ddp.djn/kah/mbr

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